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  Gesicht & Hals
 
Jünger & schöner durch Plastisch-Ästhetische Chirurgie

 

Unser Gesicht
 
Sehen wir einen Menschen an, blicken wir ihm bzw. ihr zunächst ins Gesicht und dabei vor allem in die Augen. Gesicht und Hals bilden eine ästhetische Einheit, die meist unbedeckt und damit für jeden gut sichtbar ist, während der übrige Körper - mehr oder weniger gut - bedeckt bleibt. Seit Menschengedenken ist schönes Aussehen gleichzusetzen mit einer ästhetischen Gesichts-und Halspartie. Menschen haben schon immer versucht ihr Aussehen zu verbessern, um dem Schönheitsideal Ihrer Zeit nachzukommen.
 

Erfreulicherweise hat sich dieses Ideal in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren weiter entwickelt: weg vom vollkommen faltenfreien, „glattgebügelten“ und oft maskenartigen Gesicht, hin zu einer möglichst natürlichen Revitalisierung und Betonung der individuellen Schönheit.
 
Die moderne Ästhetische Medizin
 
Die moderne Ästhetische Medizin wird dieser Entwicklung mit verschiedenen sanften Methoden und dem Streben nach möglichst natürlichen Ergebnissen gerecht. Insbesondere die modernen Injektionsbehandlungen mit Botulinumtoxin sowie das Unterspritzen mit Hyaluronsäure, Kollagen und Eigenfett haben eine weite Verbreitung gefunden. Dank dieser Behandlungen können im Gesicht Hautfalten und eingesunkene Bereiche etwas abgemildert oder „unterfüttert“ werden. In gewissen Maßen lässt sich auch die Beschaffenheit, Elastizität und Spannkraft der Haut der Gesichts- und Halsregion verbessern und „verjüngen“. Weitere Einzelheiten zu Injektionsbehandlungen und vorbeugenden Anti-Aging-Maßnahmen können Sie gerne in der letzten Ausgabe von DEEP IN SIGHT (Herbst 2008) oder unter www.deepinsight.eu nachlesen.
 
Die Plastisch-Ästhetische Chirurgie
 
Bei aller Euphorie stoßen die Injektionsmethoden mit zunehmendem Alter dennoch immer wieder an ihre Grenzen. Im Gesicht und am Hals fällt nicht nur die schlaffe und faltige Haut, sondern auch die mit der Schwerkraft absinkenden „Weichteile“ zunehmend auf, d.h. die Haut und das darunterliegende Gewebe (bestehend aus Fett-, Bindegewebe und den mimischen Gesichtsmuskeln) hängen merklich weiter herunter als in jüngeren Jahren. Neben tiefen Hautfalten entstehen Schlupflider, Tränensäcke, hängende Mundwinkel und Wangen sowie eine erschlaffte Halspartie. Dazu kann sich die Verteilung des Fettgewebes unvorteilhaft entwickeln, mit einem Schwund an Fett der Wangen- und Mundpartie und einer Zunahme an Kinn und Hals. Viele Patientinnen und Patienten sind deshalb mit ihrem Aussehen unzufrieden. Insbesondere Menschen, die sich innerlich jünger, aktiver und attraktiver fühlen, als sie äußerlich erscheinen, entwickeln einen zunehmenden Leidensdruck. Effektive Abhilfe ist häufig nur noch durch die Plastisch-Ästhetische Chirurgie möglich. Die nachfolgenden OP-Methoden können nach Wunsch und Notwendigkeit auch kombiniert angewendet und durch die oben genannten Injektionsmethoden ergänzt werden.
 
Die Straffung der Augenlider
(Blepharoplastik)
 
Ab einem gewissen Alter kennt es fast jeder: Beim Blick in den Spiegel sehen wir zunehmend müde und abgespannt aus. Dieser Anblick wird maßgeblich durch die Alterung der Augenregion verursacht: schlaff überhängende Oberlider, dicke Tränensäcke und Augenringe der Unterlider, tiefe Falten („Krähenfüße“) um die Augen und herabsinkende Augenbrauen. Neben den ästhetischen Aspekten können sich daraus auch Gesundheitsstörungen im engeren Sinne entwickeln.
 
Ausgeprägte Schlupflider schränken das Sehen bzw. Gesichtsfeld ein und zu schlaffe Unterlider verlieren ihre wichtige schützende Funktion für das Auge, so dass anhaltende Reizungen entstehen. Durch die operative Straffung der Augenlider kann die Ästhetik und Funktion gleichermaßen verbessert werden. Je nach individuellem Befund ist neben der „einfachen“ Entfernung überschüssiger Haut auch eine Teilentfernung oder Straffung des erschlafften flächigen Augenringmuskels, eine Teilentfernung oder Verlagerung des umgebenden Fettgewebes sowie eine Straffung des Lidbändchens und Lidhebers notwendig. Die Anhebung abgesunkener Augenbrauen kann in Ergänzung dazu sinnvoll sein.
 

Dank fortschrittlicher OP-Techniken ist über die eigentliche Unterlidstraffung hinaus heutzutage eine zusätzliche Anhebung und Straffung des Mittelgesichtes (entspricht der oberen Wangenregion) im Sinne eines „Midfaceliftings“ möglich. Nach Lidstraffung sind die Narben als feine Linien in der Lidumschlagsfalte bzw. den normalen Lidfältchen meist nicht mehr zu erkennen. Tränensäcke am Unterlid lassen sich manchmal sogar ohne Narben an der sichtbaren Lidaußenseite sozusagen minimalinvasiv korrigieren. Die OP wird über kleine Schnitte an der Innenseite des Lides durchgeführt. Insgesamt resultiert durch die Lidstraffung eine frischere und wache Augenpartie, die das Gesicht insgesamt deutlich erholt und verjüngt erscheinen lässt.
 
Dr. Widmann
 
Dr. Widmann
Bild: „Die sieben Lebensalter des Weibes“ von Hans Baldung Grien. Aus dem Buch: „Schönheitschirurgie, Angelika Taschen, Taschen Verlag, Köln, 2005“
 
 
Die Straffung von Gesicht und Hals
(Facelifting)
 
Abgesunkene und faltige Wangen, hängende Mundwinkel und ein schlaffer Hals sind die häufigsten Gründe für ein kombiniertes Wangen-Hals-Lifting. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit und der Weiterentwicklung operativer Methoden wird heutzutage nicht nur schlaffe Haut gestrafft, sondern die abgesunkenen Gewebsschichten unter der Haut werden wieder zurück an ihre ursprüngliche Position gebracht.
 
Die notwendigen Schnitte vor, teils über und teils hinter den Ohren, verheilen in aller Regel gut zu kaum sichtbaren Narben. Moderne narbensparende OP-Verfahren finden dabei zunehmend mehr Anhänger. Eine faltig-runzelige Stirn und herabgesunkene Augenbrauen lassen sich zusätzlich mit einem Stirn-Schläfen-Lifting verbessern, wobei auch hier der Trend zu minimalinvasiven und endoskopischen Verfahren geht. Ziel eines Liftings ist die Wiederherstellung von Verhältnissen wie sie in jüngeren Jahren einmal bestanden, und dies auf möglichst natürliche Art und ohne die Mimik des Gesichtes nachteilig zu verändern. Es gilt heute mehr denn je maßvoll zu verjüngen und die individuelle Schönheit hervorzuheben.
 

Die Fettabsaugung und Fettinjektion
(Liposuction und Lipostructure)
 
Auch die Methoden der Fettabsaugung und Fettinjektion haben sich in den letzten Jahren weiter verfeinert. In Fachkreisen sprechen wir inzwischen vom „Skulpturieren“ des Fettgewebes (Liposculpturing). Unschöne Fettposter am (Doppel-) Kinn und Hals lassen sich mit modernen Kanülen absaugen und dreidimensional modellieren. Zusätzlich können damit erschlaffte Hautareale zum Schrumpfen angeregt werden.
 
Durch Eigenfettinjektionen in Form von Mikrotröpfchen werden hingegen verlorengegangene Fettpolster im Wangenbereich, zu schmal gewordene Lippen und herabgesunkene Mundwinkel sowie tiefe Gesichtsfalten „unterfüttert“ und dadurch ästhetisch verbessert.

Mögliche Risiken
 
Trotz aller Sorgfalt ist kein ärztlicher Eingriff ohne Risiko. Dies gilt auch für Gesichtsoperationen, wenngleich ernsthafte Komplikationen, wie eine größere Blutung, Nervenverletzung, Entzündung, Wundheilungsstörung oder eine unschöne Narbenbildung, sehr selten sind. Kleinere Blutergüsse, Schwellungen und Gefühlsstörungen bestehen nach einem Eingriff meist nur vorübergehend. Nicht zuletzt zur Minimierung des OP-Risikos sei darauf hingewiesen, dass die speziellen Plastisch-Ästhetischen Operationen durch dafür ausgebildete und spezialisierte Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie vorgenommen werden sollten.
 
Gesundheit & Schönheit & Wohlbefinden
 
Mit ausreichender Erfahrung, moderner Technik und feiner Hand kann heutzutage die ästhetische Einheit von Gesicht und Hals sehr natürlich verbessert werden zum Wohle von Gesundheit & Schönheit und damit zum ganzheitlichen Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten.
 
Passend zum Frühjahr finden Sie in der nächsten Ausgabe von DEEP IN SIGHT (Frühjahr 2009) die wichtigsten Fakten zum Thema „Konturierung und Modellierung des Körpers durch Fettabsaugung und Straffungsoperationen an Brust, Bauch, Gesäß, Armen und Beinen“.
 
 
Dr. med. Jörg H. Widmann
Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie

Theatinerstrasse 1
D - 80333 München
T + 49.(0)89.18 90 82 90
F + 49.(0)89.18 90 82 920
www.plastische.com
info@plastische.com

Dr. Widmann
 
Skizzen: The art of aesthetic surgery, Fooad Nahai, Quality Medical Publishing, Inc., St. Louis - Missouri, 2005

 
 
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