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  Interview mit
Model-Macher Peyman

Peyman Amin © Janina Laszlo


Der gebürtige Iraner und erfahrene Modelagent der weltgrößten Agentur IMG hat ein Auge für Talente. Denn er betreut unter anderem die bestbezahltesten Top-Models der Welt wie Heidi Klum, Mischa Barton, Laetitia Casta, Naomi Campbell und Milla Jovovich. Der 37-Jährige kennt die aktuellen Trends und weiß genau, was ein Topmodel haben muss. Dass man in dieser Branche jedoch nicht nur mit gutem Aussehen besteht, bestätigt er selbst mitseinem Abitur mit dem Durchschnitt 1,9 sowie miteinem Vordiplom in BWL.
 
Man kennt Dich hauptsächlich aus der Serie Germany’s Next Topmodel – Was sind Deine anderen Gesichter?
 
Peyman: Mein Gesicht aus GNT spiegelt weitestgehend meine alltäglichen Aufgaben in Paris wider, zumal ich die angehenden Modelle auf die Welt der Mode vorbereiten muss. Als Ausgleich bin ich sehr sport- und musikinteressiert. Ich laufe jeden Morgen um mich fitzuhalten und höre gerne Housemusik. Des weiteren interessiert mich die Mode auch privat. Deshalb mache ich mir auch Gedanken über ein eigenes Modelabel.
 
Viele Außenstehende stellen sich die Modewelt oberflächlich und kalt vor. Stimmst Du dem zu?
 
P.: Sicherlich ist die Modewelt oberflächlich, aber das ist ein aktuelles  Phänomen in den verschiedensten Lebensbereichen der heutigen Gesellschaft. Wichtig ist es, sich von dieser Oberflächlichkeit nicht ablenken zu lassen und sich stets auf das Wesentliche zu konzentrieren, in meinem Fall nämlich auf die Karriereplanungen der Models.
 
 

 
  Peyman Amin © Janina Laszlo
Peyman Amin © Janina Laszlo

Fotos © Janina Laszlo
 
Aus Deiner Sicht als Booker von Heidi, was denkst Du macht sie zu solch einem Phänomen?
 
P.: Heidi ist das beste Beispiel dafür, dass man sich gerade durch Natürlichkeit und eben nicht oberflächliches Gehabe durchaus in der Branche durchsetzen kann. Heutzutage ist es sehr selten auf Stars zu treffen, die keine Allüren haben ben. Ich habe noch nie ein Topmodel gesehen, das es so gut versteht, alle an einem Projekt wie bspw. GNT beteiligten Temaleute so zu motivieren und mit sich zu reißen, mich inklusive!
 
Wir haben gehört, Du bist jetzt auch als DJ tätig. Wann entstand Deine Begeisterung für die Musik und wie bist Du zum Auflegen gekommen?
 
P.: Bekanntlich gehört Frankfurt, die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, zu einer der Geburtsstätten der elektronischen Musik. Ich habe viele Freunde in Paris und in Deutschland, die entweder hobbymäßig oder professionell auflegen. Ich habe ihnen schon immer gerne über die Schultern geschaut und jetzt genieße ich jeden Augenblick, in dem ich auflege.
 
Welche Musikrichtung spielst Du bevorzugt?
 
P.: Elektro und House.
 
Bist Du eher ein Partymensch oder dankbar für jeden ruhigen Abend daheim? Wie sieht ein Tag in Deiner Freizeit aus?
 
P.: Es kommt auf den Moment an. Nach langen Drehphasen und Reisen sehne ich mich eher nach einer ruhigen Zeit zuhause. Aber wenn ich ein wenig Freizeit habe, gehe ich auch gerne schon mal auf die Rolle.
 
Ab 2009 bringst Du eine eigene Kollektion auf den Markt, welche Styles beeinflussen diese?
 
P.: Ich bin noch immer in der kreativen Phase.
 
Wer ist Dein persönlicher Lieblingsdesigner?
 
P.: Vorwiegend italienische, wie z.B. Gucci, Dolce & Gabbana.
 
Unter anderem engagierst Du dich sehr für den Verein „Tiere für Kinder e.V.“, über den wir in jeder Ausgabe des DeepInSight berichten. Was bedeutet es Dir, Kindern Freude schenken zu können?
 
P.: Man sagt mir oft nach, dass ich mich mit Kindern gut verständigen könnte. Ich muss zugeben, dass ich früher oder später auch selber gerne Kinder hätte. Ich finde, dass gerade Erwachsene sehr viel von Kindern lernen können.
 
Du zauberst ja nicht nur ein Lächeln auf die Lippen der Kinder, gerade hast Du einen geretteten Esel des Vereins „adoptiert“. Welche Botschaft möchtest Du mit dieser Tat vermitteln?
 
P.: Es ist wichtig, dass man gerade als Person des öffentlichen Lebens sich für die Idee der heilenden Wirkung von Tieren auf hilfsbedürftige Kinder einsetzt. Zumal in diesem Verein auch den Tieren geholfen wird, die eigentlich schon im Schlachthof hätten landen sollen. Ich habe selbst erfahren müssen, dass ich soweit viel zu wenig darüber wusste. Ich fühle mich nun dazu verpflichtet, diese Botschaft nach außen zu tragen und die Menschen damit um Unterstützung zu bitten

 
 
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