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Salzburger Festspiele 26. Juli - 31. August 2008  | Die Oper 2008 „Denn stark wie die Liebe ist der Tod“: Das Opernprogramm der Salzburger Festspiele 2008 spürt dem Jahresmotto in sieben ganz unterschiedlichen Werken nach. Die Eröffnungsproduktion 2008 wird Mozarts wohl berühmteste Oper sein: Mit Don Giovanni erarbeitet der deutsche Regisseur Claus Guth nach seinem viel diskutierten Salzburger Figaro für uns seine zweite Da Ponte-Oper.
Mit Otello zeigen wir Verdis letzte tragische Oper – wie Shakespeares Vorlage ein erschütterndes psychologisches Drama. Die Regie übernimmt Stephen Langridge. Riccardo Muti kehrt als einer der besten Verdi-Dirigenten unserer Zeit nach Salzburg zurück.
Eine zweite Oper nach Shakespeare wird Charles Gounods Roméo et Juliette sein. Mit ihren vier Duetten für das Titelpaar ist dieses Werk eine der wohl berühmtesten und berührendsten Liebestragödien der Weltliteratur.
Mit Rusalka und Herzog Blaubarts Burg stehen zwei Opern auf dem Programm, die alte Märchenstoffe verarbeiten und zugleich Kinder ihrer Zeit sind: des Fin-de-Siècle und des literarischen Symbolismus. Johan Simons deutet Béla Bartóks einzige Oper Herzog Blaubarts Burg in Kombination mit Bartóks Cantata profana und den Vier Orchesterstücken. Mit Peter Eötvös wurde einer der berufensten Bartók-Dirigenten verpflichtet. Dvoráks Oper Rusalka verbindet das Märchen von der Kleinen Meerjungfrau mit Elementen aus der tschechischen Volksmythologie und erzählt von einer zum Scheitern verurteilten Liebe.
Die Inszenierung übernehmen Jossi Wieler und Sergio Morabito, am Pult des seines Cleveland Orchestra: Franz Welser-Möst.
Wieder aufgenommen wird Mozarts Die Zauberflöte, die Pierre Audi im Mozartjahr 2006 in Karel Appels leuchtend farbiger Ausstattung inszenierte. Die musikalische Leitung übernimmt wieder Riccardo Muti.
Augenzwinkernd nähern sich schließlich die österreichische Blechbläser-Band Mnozil Brass und Bernd Jeschek dem Motto der Salzburger Festspiele 2008 an. Nach ihrer Operette Das trojanische Boot präsentieren sie ihr Debütwerk im „ernsten“ Genre: Irmingard. 
| |  Das Konzert 2008 Die Wiener Philharmoniker, das musikalische Herz der Festspiele, gestalten vier Opernproduktionen sowie fünf Konzertprogramme bei den diesjährigen Salzburger Festspielen. Der Linie der letztjährigen Konzertdramaturgie folgend, werden diesmal zudem zwei Orchester in Residence zu Gast sein: das Cleveland Orchestra
mit Franz Welser-Möst und das Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela mit dem jungen Gustavo Dudamel. Nikolaus Harnoncourt wird den jungen Musikern in der „Schule des Hörens“ seinen unvergleichlichen musikalischen Horizont veranschaulichen.
Die Reihe „Kontinente“ widmet sich in diesem Jahr dem Werk des sizilianischen Komponisten Salvatore Sciarrino (* 1947). Eröffnet wird sie mit einer szenischen Produktion der Oper Luci mie traditrici in der Regie von Klaus Michael Grüber. Dem Motto des Jahres entsprechen in besonderer Weise die Kompositionen Franz Schuberts. In den Schubert-Szenen werden in außergewöhnlichen Interpreten-Konstellationen Werke des Wiener Klassikers denen des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt.
Marc Minkowski folgt mit der Camerata Salzburg dem Generalgedanken mit drei großen Schauspielmusiken von Schubert, Grieg und Mendelssohn. András Schiff widmet sich in den Kammerkonzerten mit Künstlerfreunden dem Thema Kontrapunktik von Bach über Beethoven zu Busoni. Erlesen sind die Liederabende mit u.a. Ian Bostridge oder Christine Schäfer sowie die Solistenkonzerte, die große Klavierkunst von Sokolov, Brendel, Pollini, Volodos, Zimerman, Blechacz, Barenboim und Lang Lang präsentieren, sowie Salzburg-Debüts der Geiger Tetzlaff und Repin. Für viele Salzburgbesucher sind die Mozart-Matineen mit dem Mozarteum Orchester im unvergleichlich schönen Saal des Mozarteums das wahre Festspielerlebnis. | | 
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| | Das Schauspiel 2008 “Laugh and be gentle to the unknown”, gibt die Needcompany den Besuchern ihrer Inszenierung von Isabellas Room mit auf den Weg. Im Sommer 2008 werden im Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele mit den Stücken von der Needcompany und Marius von Mayenburg zwei Uraufführungen und die deutschsprachige Erstaufführung von Simon Stephens jüngstem Stück zur Premiere kommen. Zudem adaptiert Andrea Breth Dostojewskis Roman Schuld und Sühne für die Bühne.
Eine Neuinszenierung von Schillers Die Räuber, Gastspiele von Brechts Die Maßnahme, von Produktionen aus New York und Tokio bilden ein Programm, das einem Vers aus dem Hohelied Salomons nachspürt, in dem es heißt: „Drück mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm, Denn die Liebe ist stark wie der Tod, unerbittlich wie das Totenreich das Begehren.“ Alle vier Neuproduktionen des Programms sind Familiengeschichten – in den Familien Raskolnikow, Moor, Regan und der Künstlerfamilie aus Jan Lauwers neuem Stück Das Hirschhaus durchleben die Figuren einen Prozess der Läuterung, an deren Anfang eine Enttäuschung, ein Bruch mit den Verhältnissen steht, der sie auf einen Weg führt, auf dem sie dem Tod begegnen, schuldig werden und die Liebe, immer in unerwarteter Gestalt, ihnen der einzige Ausweg wird und hilft, ihr Schicksal anzunehmen oder zu ertragen.
Text: Thomas Oberender | |  |
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