Deutsch
English / Russian
DeepInSight
 
 
 

La Gomera

"Die Insel zum Relaxen und Träumen"

LaGomera - Playa de Santa Catalina © Gabriel Stern

La Gomera gilt als das wildeste und schluchtenreichste Eiland des Archipels der Kanarischen Inseln und ist mehr als nur einen Badeurlaub wert.
 
Mit den sieben Inseln vor der Nordwestküste Afrikas – Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und Hierro verbinden gerade wir nordeuropäischen Urlauber die Vorstellung von einem Sonnenparadies im Atlantik. Vielen bleibt jedoch leider in den Touristenzentren die Schönheit der Kanarischen Inseln mit ihrer noch unberührten Natur verborgen. Jede der Inseln brilliert mit ihrem ganz eigenen Charakter. Obwohl sie alle vulkanischen Ursprungs sind, unterscheiden Sie sich maßgeblich voneinander. La Gomera gilt als das wildeste und schluchtenreichste Eiland des Archipels und ist mehr als nur einen Badeurlaub wert. Die zweitkleinste 378 Quadratkilometer messende gebirgige Kanareninsel zeigt sich ihren Besuchern schroff und wildromantisch. Sie gehört mit etwa 12 Millionen Jahren zu den älteren der Kanarischen Inseln. Hier gedeiht der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. Mit den eng zusammenstehenden Vulkanschloten gehört er zum Nationalpark Garajonay.

 

Sein Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Höchste Erhebung der Insel ist der gleichnamige Garajonay mit 1.487 Meter Höhe. Die Wälder im Park sind Lorbeerwälder, die aufgrund der fehlenden Eiszeit hier noch existieren. Das Herzstück des Nationalparks besteht aus immergrünem Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von den Bäumen hängenden langen Bartflechten, moosbewachsenen knorrigen Ästen und Bächen mit Wasserfällen.

La Gomera besitzt mehrere Vegetationszonen. Aufgrund ihrer Höhenlage und ihres Mikroklimas sind diese sehr unterschiedlich. Im Norden der Insel finden sich ab 500 Meter Höhe Lorbeerwälder und immergrüne Farne. Oberhalb einer Höhe von 1000 Metern gehen sie fließend in die Fayal- Brezal- Formation über, einem Heidemischwald aus Gagelstrauch (Faya) und Baumheide (Brezo). Im regenarmen Süden der Insel dominieren neben verschiedenartigen kargen Sträuchern der phönizische Wacholder, Dickblattgewächse der Gattung Aeonium und die Kanarenpalme. In Küstennähe befinden sich vorwiegend Pflanzen, die auf die salzhaltige Brise des Meeres angewiesen sind, zum Beispiel der Strandflieder, diverse Wolfsmilchgewächse, Agaven und Feigenkakteen.

 

LaGomera - BlickRichtungTeneriffa © GabrielStern   LaGomera - Roque Cano © Gabriel Stern

Geschichte von La Gomera

Die Spanier eroberten 1404 mit Jean de Béthencourt die Insel. Die Guanchen ergaben sich zunächst, reagierten aber auf ungerechte Behandlungen seitens der Eroberer mit zahlreichen Aufständen. Im weiteren Verlauf des 15. Jahrhunderts folgte der Graf Hernán Peraza, der als besonders grausam verschrien war, er herrschte von 1477 bis 1488. Nach seiner Ermordung durch aufständische Einheimische folgte ihm seine Frau Beatriz de Bobadilla, die auf die Hilfe des Feudalherrn Pedro de Vera von Gran Canaria zählen konnte, nach. Christoph Kolumbus machte hier seine letzte Zwischenstation, bevor er am 6. September 1492 zu seiner Reise nach Indien aufbrach, bei der er Amerika entdeckte. Gerüchte besagen, er sei in Beatriz de Bobadilla verliebt gewesen, weshalb er seine Abreise länger als notwendig hinausgezögert haben soll. Jedenfalls unterstützte sie ihn finanziell bei der Reparatur eines seiner Schiffe. Angeblich wurde außerdem für die spätere „Taufe“ des amerikanischen Kontinents Quellwasser aus einem Brunnen in San Sebastián de la Gomera verwendet.

Das Herzstück des Nationalparks besteht aus immergrünem Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen Farnen, von den Bäumen hängenden langen Bartflechten, moosbewachsenen knorrigen Ästen und Bächen mit Wasserfällen.

Nach der Eroberung wurden viele Einheimische als Sklaven auf das spanische Festland verkauft oder innerhalb des Archipels umgesiedelt, um etwaigen Aufständen vorzubeugen. Die übrigen Einheimischen arrangierten sich mit den Eroberern und übernahmen weitgehend deren Kultur und die spanische Sprache. Heute findet man nur noch wenige Reste der Ur-Sprache Guanche wieder.


Die Insel

Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo. Sie hatte den Vorteil, über große Distanz verstanden zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Verständigung über ihre weiten Täler verhalf.

Klimatisch trennt sich die Insel in die trockene Süd- und die von Passatwinden mit feuchter Luft versorgte, fruchtbare Nordhälfte. Zur Wasserversorgung der in Treppen an den Berghängen angelegten Feldflächen werden der Regen und das per Kondensation entstehende Wasser in Reservoirs aufgefangen und an die Bewohner verteilt. Neben Kartoffeln werden auch Tomaten und Wein angebaut.

 

Das Straßennetz der Insel ist gut ausgebaut. Linienbusse bieten eine Verbindung aller größeren Gemeinden mit der Hauptstadt San Sebastián de la Gomera. Man hat natürlich auch die Möglichkeit sich einen Mietwagen zu nehmen,um sich auf eine garantiert spannende Entdeckungsreise durch die imposante Landschaft dieser kleinen Perle im atlantischen Ozean zu begeben. La Gomera kann mit der großen Schnellfähre der Reederei Fred Olsen von Los Cristianos (Teneriffa-Süd) in ca. 35 Minuten oder einer Autofähre der Reederei Naviera Armas in 60 Minuten erreicht werden. Eine weitere Fährverbindung besteht zu der Nachbarinsel La Palma.

Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo. Sie hatte den Vorteil, über große Distanz verstanden zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Verständigung über ihre weiten Täler verhalf.

Der erst im Jahre 1999 neu eröffnete Flughafen La Gomera liegt bei Playa Santiago in der Gemeinde Alajeró. Die Landebahn ist zu klein für internationale Chartermaschinen, daher wird der Flughafen nur für den regionalen Verkehr, auch der Fluggesellschaft Binter Canarias, zwischen den Inseln benutzt. Der Plan der britischen Fluggesellschaft Flystar Astraeus, ab November 2007 eine Direktflugverbindung von London-Gatwick nach La Gomera anzubieten, scheiterte, da die Maschinen anscheinend nicht ausreichend für den Rückflug betankt werden könnten.

Text: Dagmar Sulzenbacher, Fotos © Gabriel Stern

LaGomera - Appartements Chichere © Gabriel Stern


LaGomera - Blick auf Teneriffa © Gabriel Stern

 
 
  Navigationslinks überspringenLa Gomera

Inhalt Ausgabe Sommer 09

Kaspar Frauenschuh im Interview
Salone Internationale del Mobile
Salzburger Festspiele 2009
News & Events
Tiroler Festspiele 2009 in Erl
Armida
Almrauschparty 2009
InSight Golf Special
Museum Brandhorst
Insight Gourmet
Stilvolle Innovationen Sommer 09
DeepInSight Immobilien LookBook
Nummern
Stadtplan

 

News & Events

Could not find a type for a name. The type name was 'Telerik.News.WebControls.NewsList, Telerik.News, Version=3.2.1526.1, Culture=neutral, PublicKeyToken=dfeaee0e3978ac79'.
Salone Internationale
del Mobile – Dolce Vita
fürs Design

Die Trens der internationalen
Möbelmesse in Mailand 2009.

lesen Sie mehr...

InSight Gourmet

Unsere Gourmetfavoriten
für einen unvergesslichen
Sommer 2009.

lesen Sie mehr...

© 2008 - 2009 DeepInSight