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  London

London © iStockPhotos

London ist mit rund 7,1 Millionen Einwohner die größte westeuropäische Stadt und erstreckt sich auf eine Großraumfläche von 1560 km² bzw. der Fläche von der City of London auf ein kleines Territorial mit rund 2,7 km². Die Metropole ist umgeben von einem 7-25 km breiten Grüngürtel, welcher das Ausufern der Siedlungsfläche verhindern, aber auch als Naherholungsgebiet dienen soll.
 
Das Londoner Stadtzentrum besteht historisch gesehen im Prinzip aus zwei Städten: „City of London“ und der „City of Westminster“ im Westen, was man an den drachenartigen Statuen erkennen kann, die beide Stadtteile symbolisch trennt. Die City of London, ehemals „Londinium“, war eine von den Kelten errichtete Siedlung, die von den Römern erobert und zur Militärsiedlung wurde, aus der ein am Nordufer der Themse liegender Handelsplatz entstand. Heutzutage ist dieses Areal das Finanz- und Einkaufsviertel der Metropole. Die City of Westminster dagegen stellt heute das Regierungsviertel und das Hauptquartier der britischen Monarchie dar.
 
London ist die teuerste Stadt innerhalb der EU. Nach dem Cost of Living Survey 2002 von Mercer Human Ressource Consulting liegt London hinter Moskau und St. Petersburg europaweit auf Platz 3, und ist weltweit sogar wieder auf den Platz 10 vorgerückt. München liegt nach dieser Erhebung beispielsweise weltweit erst auf Platz 108. Insbesondere „Luxusartikel“ wie Alkohol und Zigaretten sind in London exorbitant teuer.

  Getting around
 
London besitzt das älteste U-Bahnnetz der Welt, welches 1863 zwischen Paddington und Farrington Street mit 6 km Länge eröffnet wurde. Aber es ist auch mit 408 km das längste und mit 1100 Millionen Fahrten pro Jahr das meist benutzte Underground-System der Welt. Die Tube bietet heutzutage 12 verschiedene Linien an. Das Streckennetz unterteilt sich von innen nach außen in 10 Zonen (Zonen 1-6, und den äußersten Zonen A-D).  abei dürfte den meisten Touristen die Zone 1 reichen, in der die meisten Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Zu den Stoßzeiten muss man damit rechnen förmlich erdrückt zu werden und die Luft ist ehrlich gesagt auch nicht die beste. Allein die Feinstaubbelastung führt nach einem Tag in der U-Bahn zu Atembeschwerden und einer extrem beanspruchten Haut. Obwohl es über Tage auch nicht besser ist - die Belastung durch den Stadtverkehr ist auch nicht besser und für jemanden, der unsere klare und reine Luft gewöhnt ist sehr eine starke Belastung.
 
Die berühmten roten Doppeldeckerbusse laden natürlich auch zu einer Fahrt ein. Allerdings kann es in London durchaus passieren, dass man im Verkehrschaos stecken bleibt, wodurch es auf längeren Strecken keine wahre Alternative zur Tube gibt. Nehmen Sie auf jeden Fall immer einen Regenschutz mit. Bei unserer Rundfahrt fuhren wir zwar zuerst immer um dunkle Wolken herum, nur irgendwann auch unten drunter durch – das britische Wetter ist nicht umsonst für seine Launen bekannt und kann innerhalb kürzester Zeit sein Gesicht gleich mehrmals wechseln. Das macht es teilweise sehr schwer, seine Garderobe abzustimmen.
 
Sollte man es bei seinem London-Trip bevorzugen zu Fuß die Stadt zu erkunden, empfehlen wir, sich besonders vorsichtig über die Straßen zu bewegen. Jeder Straßenwechsel wird immer wieder zu einer Herausforderung – Linksverkehr!
 

London - Westminster © iStockPhotos

Dining out
 
Rund 1,2 Mio. Londoner sind Ausländer, was sich auch auf die Vielfalt an kulinarischen Genüssen auswirkt. Bei der letzten Zählung waren es etwa 8500 verschiedene Restaurants und Cafes, die 70 verschiedene Küchen anbieten. Die britische Küche sollten Sie als Mitteleuropäer allerdings meiden, da deren Genüsse teilweise so fremd für uns sind wie die echte chinesische Küche auf der anderen Seite des Globus.
 
Wenn man chinesisch essen gehen will, empfehlen wir, sich nach Chinatown aufzumachen. Dort taucht man nicht nur in eine ganz neue Welt ein, es findet sich auch für jeden Gaumen das passende Restaurant. So toll wir die Erfindung der „Pret a Manger“ Restaurants finden, die wirklich  an jeder Ecke zu fin2 Personen 60 € und ich kann garantieren, dass man danach immer noch Hunger hat. Dafür bekommt man 100% frische Produkte, vor allem Sandwiches aller Art und den auch bei uns bekannten Smoothie in sämtlichen Geschmacksrichtungen.
 
 
Trafalgar Square & Piccadilly Circus
 
Diese beiden Plätze sind Touristenmagnete und liegen nur unweit voneinander entfernt im Herzen von London. Der Trafalgar Square verdankt seinen Namen dem Seesieg, und damit verbunden die Beibehaltung der Seevorherrschaft über die vereinigte französisch-spanische Flotte 1805 am spanischen Kap Trafalgar. Dem leitenden britischen Admiral Nelson dieser Seeschlacht wurde in der Mitte des Platzes eine 56 Meter hohe Säule samt 5 m hohem Denkmal darüber gewidmet, von wo aus sein Ehrenmal in Richtung Buckingham Palace blickt. Am Fuße der korinthischen Säule sind vier in Bronze gegossene Löwen, auf die viele Touristen hochklettern, um sich ablichten zu lassen. Über den Platz verteilt sind weitere Denkmäler zu britischen Eroberern sowie auch 2 Brunnen. Der Platz wird heutzutage gerne für Demonstrationen und anderen Massenveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte etc. genutzt.
 
London - Picadilly Circus © Gernot Oberhammer
 
  London - Burlington Arcade © Burlington Arcade
 
In der Weihnachtszeit schmückt den Platz eine Tanne, die die norwegische Regierung seit 1947 als Dank für Hilfe und Unterstützung gegen die Nazis im 2.Weltkrieg jährlich schenkt. Der Piccadilly Circus verdankt seinen Namen einem Schneider aus dem 18. Jahrhundert, der durch eine modische Halskrause namens „picadil“ zu Reichtum kam und dessen Haus sich früher an diesem Standort befand. Heute ist der Platz im Wesentlichen durch seine überdimensionale Leuchtreklame bekannt. Massen von Touristen setzen sich auf die Stufen des Brunnen mit der Eros-Statue, die bis heute unter den Einheimischen umstritten ist, der sich ebenfalls an diesem Hauptverkehrspunkt befindet.
 
Zufällig durften wir ein wenig Hollywood-Feeling erleben, nachdem wir an einer Filmpremiere vorbeikamen, wo die Stars unweit des Piccadilly Circus mit Limousinen vor einem der größten Kinos der Metropole gefahren wurden.


 
Big Ben & Houses of Parliament

Der alte Palace of Westminster, Teil des heutigen britischen Parlamentsgebäudes, wurde bereits Mitte des 11. Jahrhunderts erbaut, jedoch 1834 durch einen Brand bis auf die Westminster Hall und den Jewel Tower nahezu vollständig zerstört. Der Architekt Sir Charles Barry, der den Zuschlag damals durch einen öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb erhielt, erschuf von 1840-1870 den neuen Palace of Westminster. Fanden in der Westminster Hall früher etliche Gerichtsprozesse statt, so stellt der Palace of Westminster seit dem 16. Jahrhundert den Sitz der britischen Legislative dar, die sich aus dem luxuriösen Oberhaus (House of Lords) und dem frugaleren Unterhaus (House of Commons), ursprünglicher Sitz in der Saint Stephen‘s Hall, zusammensetzt.
 
Das Houses of Parliament besitzt drei Türme: Jewel Tower, Victoria Tower und den berühmten Clock Tower. Der Jewel Tower blieb neben der Westminster Hall als einziger nach dem Brand 1834 vom alten Palace of Westminster bestehen. Beherbergte dieser Turm einst die Schätze und Garderobe von König Eduard III., so beinhaltet es heutzutage eine Ausstellung über das Parlament. Der 102 m hohe Victoria Tower wurde 1858 von Augustus Pugin gebaut. Tagt das Unterhaus, so wird auf dem Victoria Tower die Union-Jack-Flagge gehisst.
 
Der Big Ben ist eine 13,8 Tonnen schwere Glocke, die in dem 96,3 m hohen Clock Tower untergebracht ist. Über die Herkunft des Namens Big Ben gibt es zwei Theorien. Die eine besagt, der Name stamme vom einstigen erfolgreichen Schwergewichtsboxer Ben Caunt ab, dessen Spitzname der Glocke den Namen gab. Die jedoch wahrscheinlichere Theorie ist, dass der Name vom damaligen obersten Baubeauftragten Sir Benjamin Hall abgeleitet ist, dessen Name auch in der Glocke eingetragen ist.
 
 
Tower Bridge & Tower of London
 
Die Tower Bridge ist neben dem Big Ben eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London. Sie wurde 1894 nach Druck der Bevölkerung, auch im Osten Londons eine Brücke haben zu wollen, erbaut. Um visuell mit dem Tower of London zu harmonieren wurde sie von Sir Horace Jones im neugotischen Stil entworfen.
 
Der Tower of London ist eine Festung, die neben der Tower Bridge am Innenstadtufer gelegen ist. Früher war der Tower ein Gefängnis, in dem viele Gräueltaten, wie Mord und Folter, passierten. In der Festung befindet sich heute ein Museum, das von den legendären Beefeaters bewacht wird, die ihre Uniform wie vor 400 Jahren tragen. Einer Theorie zufolge soll die London Bridge ein Auslöser sein, warum in England Linksverkehr herrscht, denn als sich vor rund 160 Jahren die Menschen noch mit Kutschen und Pferden fortbewegten, kam es auf der damaligen einzigen Brücke über die Themse zu einem ziemlichen Verkehrschaos. In England spannte man die Zugpferde einzeln hintereinander, und die Zügel wurden in der linken  Hauptlenkhand festgehalten. Um die Zügel so zu halten, war es praktischer, sich auf die rechte Seite zu setzen. Damit man den Gegenverkehr besser erkennen kann, sind sie in der Nähe zur Wegesmitte auf der linken Seite gefahren. Im übrigen Europa spannte man hingegen die Pferde parallel hintereinander, wodurch sich die rechte Hand praktischer als Hauptlenkhand erwies, und der Fahrer der Kutsche wiederum links Platz nahm und auf der rechten Seite fuhr. Um das Chaos auf der London Bridge unter Kontrolle zu bringen, ordnete der damalige Bürgermeister von London wegen der dortigen Gebräuchlichkeit auf der Brücke Linksverkehr an, was sich dann landesweit auf allen Wegen und Straßen etablierte. Heute gilt in 58 Ländern der Erde eine Linksfahrordnung und in 163 Ländern eine Rechtsfahrordnung. Neben England wird auch in Australien, Indien, Indonesien, Japan und den meisten ostasiatischen Ländern – bis auf China – links gefahren.
 
 
Buckingham Palace
 
Der Buckingham Palace ist seit 1837 Sitz der britischen Königsfamilie. Königin Victoria, zu dessen Ehren vor dem Buckingham Palace auch ein 26 m hohes Memorial errichtet wurde, zog als erste in den Palast ein. Heutzutage besitzt das königliche Anwesen über 600 Räume, welche zum Teil ebenso den Angestellten als Wohnraum dienen. Bekannt ist auch der Ostbalkon, auf dem die königliche Familie bei besonderen Anlässen dem Volk hinunter winkt. Besonders beliebt bei Touristen ist die zeremonielle Wachablösung, das sogenannte „changing the guard“.
 
 
The London Dungeon
 
Mitten im Zentrum Londons, direkt unter dem Kopfsteinpflaster des historischen Stadtteils Southwark, befindet sich die wohl grausigste Horrorattraktion der Welt. Mehr als 2000 Jahre schauriger authentischer Geschichte werden im London Dungeon zum Leben erweckt… oder sollten wir sagen zum Tode? Alles was man im London Dungeon sieht ist tatsächlich geschehen und es werden keine schaurigen Details erspart! – Also nichts wie hin.

  London - St. Pauls Cathedral © iStockPhotos
 
Shopping
 
London bietet vielfältige Einkaufsreviere für jeden Geschmack. Maßgeschneidertes für Gentlemen gibt es in der Savile Row, wo eine Reihe von exquisiten Herrenschneidereien den Bürgersteig säumt. Am Südende der Straße schließt sich das nobelste Shopping-Revier der britischen Metropole an.
 
Einst soll Napoleon die Engländer als Volk der Ladenbesitzer verspottet haben. Doch wer in den Straßen rund um Bond Street, New Bond Street und Burlington Arcade flaniert, der versteht, warum die Einwohner das als Kompliment nahmen. Diese Geschäfte bieten feinste Ware in einem Umfeld an, das den übrigen exklusiv gestylten Boulevards der Stadt einfach die Schau stiehlt. In der Passage Burlington Arcade bittet Londons letzter Schuhputzer auf den throngleichen Kundenstuhl, unterdessen trägt ein Page in Livree mit der gebotenen Zurückhaltung Sorge, dass auf dem noblen Pflaster niemand Eile an den Tag legt. So können die geneigten Kunden unbeschwert wählen zwischen Patisserie aus Paris, originalen antiken Weltkarten, goldenen Füllfederhaltern und Kaschmirwaren. Die Piccadilly Arcade schließt sich schräg gegenüber als gleichermaßen noble und klassische Herrenausstatter-Meile an.
 
Eine der prachtvollsten und teuersten Konsumtempel der Welt ist das Harrods. Ursprünglich wurde es 1849 vom Londoner Henry Charles Harrod als kleiner Tee- und Lebensmittelladen eröffnet. Auch heute gilt im Harrods noch das Motto „omnia omnibus ubique“ was bedeutet alles für alle überall. Seit 1985 gehört das berühmteste Warenhaus der Welt dem Ägypter Mohamed Al-Fayed, dessen Sohn Dodi mit Prinzessin Diana im August 1997 auf tragische Weise ums Leben kam. Im Untergeschoss kann ein Denkmal besichtigt werden, welches ein Foto der beiden zeigt, als auch ein Weinglas, wovon Diana kurz vor dem Unglück noch getrunken hat. Des Weiteren befindet sich in dem riesigen Gebäude mit 230 Abteilungen auch eine ägyptische Rolltreppe die sehenswert ist. Imposant sind auch die Food Halls in Jugendstilkacheln. Im Herzstück des Harrods gibt es von German Potato Salad über asiatische Spezialitäten und Süßigkeiten alles was das Herz begehrt, wenn die Brieftasche nur dick genug ist.

 
London Dungeon

London - Shopping © Harrods

 
 
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